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27.09.2023, 2h (MEZ)
Mond bei Saturn, Mond 2°,7 südlich, Abstand 3°,7 um 2h
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Vortrag:
Architekten des Universums
Wie Schwarze Löcher die Entwicklung von Galaxien beeinflussen.
Dr. Dominika Wylezalek
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Der Sternenhimmel im September 2023

Anblick  des Osthimmels drei Stunden nach Mitternacht. Über dem Osthorizont  strahlt Jupiter, zu dem sich am 11. Juli der abnehmende Halbmond  gesellt. Anblick des Südhimmels am 26. September gegen 22 Uhr MEZ (=23 Uhr MESZ). Zu Saturn im Wassermann gesellt sich der zunehmende Mond. Quelle: KOSMOS HIMMELSJAHR

Den Nachthimmel beherrscht im ersten Herbstmonat der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems, nämlich Saturn. Mit Einbruch der Dunkelheit kann man den Ringplaneten schon im Südosten sehen. Er hält sich im Sternbild Wassermann auf. Saturn zählt zu den hellsten Gestirnen und ist deshalb leicht zu erkennen. Der fast volle Mond zieht am 27. südlich an Saturn vorbei.

Zurzeit ist der Saturnring nur gering zur Erde geneigt, was einen besonders reizvollen Anblick im Fernrohr ergibt. Ein Besuch auf einer Sternwarte lohnt daher allemal.
Der Riesenmond Titan des Saturns kann schon in einem Fernglas gesehen werden. Mit 5150 Kilometer Durchmesser ist er der zweitgrößte Mond im Sonnensystem.

Jupiter im Sternbild Widder geht am späten Abend auf. Kurz nach 22 Uhr steigt der Riesenplanet über die östliche Horizontlinie. Ende September erfolgt der Jupiteraufgang schon eine Viertelstunde nach 20 Uhr. Der abnehmende Halbmond begegnet Jupiter am Abend des 4. September.

Mars hat sich längst vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar.

Den Morgenhimmel dominiert die strahlende Venus. Sie ist bei weitem der hellste Planet am irdischen Himmel. Ihren größten Glanz erreicht unser innerer Nachbarplanet am 19. September. Zu Monatsbeginn erscheint der Planet der Liebesgöttin gegen 5 Uhr morgens über dem Osthorizont. Am 30. erfolgt ihr Aufgang um halb vier Uhr morgens. Bei klarem, dunstfreien Himmel kann man Venus bis zum Sonnenaufgang verfolgen. Im Teleskop zeigt Venus zu Monatsbeginn eine große und schmale Sichel. Ein nettes Zusammentreffen mit der abnehmenden Mondsichel erfolgt am 11. gegen 5 Uhr morgens.

Den flinken und sonnennahen Merkur kann man ab 20. für gut eine Woche am Morgenhimmel zu erkennen. Am 20. erscheint er gegen halb sechs Uhr am Morgenhimmel knapp über dem Osthorizont.

Der Mond zieht am 5. an den Plejaden, dem Siebengestirn im Stier, vorbei. Dabei zeigt er sich als abnehmender Halbmond. Zur Monatsmitte, am 15. wird um 3:40 Uhr die Neumondphase erreicht. Vollmond tritt am 29. um 11:58 Uhr im Sternbild Fische ein. Einen Tag zuvor kommt der Mond mit 359 911 Kilometer in Erdnähe. Seinen erdfernsten Bahnpunkt durchläuft er am 12., wobei ihn 406 291 Kilometer von uns trennen.

Am Fixsternhimmel sieht man hoch im Südosten das Pegasusquadrat. Es wird auch Herbstviereck genannt. Denn der Pegasus, das geflügelte Ross der Poeten, ist das Leitsternbild des Herbstes.

Das Sommerdreieck ist deutlich nach Westen gerückt. Deneb im Schwan steht nun fast im Zenit. Jungfrau und Skorpion sind längst untergegangen. Im Südwesten schickt sich der Schütze an, ebenfalls die nächtliche Himmelsbühne zu verlassen. Tief im Süden wandert der Steinbock durch den Meridian.

Tief im Süden flackert ein Stern erster Größenklasse. Es ist Fomalhaut, hellster Stern im Südlichen Fisch, der eben aufgegangen ist.
Im Nordosten leuchtet die helle gelbliche Kapella im Fuhrmann. Der Große Wagen rollt tief am Nordhimmel den Horizont entlang während die Kassiopeia, das Himmels-W, hoch im Osten eben emporsteigt.

Am 23. überschreitet die Sonne den Himmelsäquator um 8:50 Uhr in südlicher Richtung, die Herbsttagundnachtgleiche tritt ein. Damit beginnt das Winterhalbjahr.

Alle Zeiten MESZ (= Mitteleuropäische Sommerzeit = UTC + 2 Stunde)

Sternwarte Welzheim / HUK